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Eine alternative Bestattungsform in der Ruhe des Waldes

FriedWald® ist eine alternative Bestattungsform. Die Asche Verstorbener wird an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt, der in einem als FriedWald ausgewiesenen Wald steht.

 

FriedWälder als alternative Bestattungsorte haben sich in Deutschland etabliert: Im Oktober 2008 wurde in Oranienbaum der nunmehr 26. FriedWald eröffnet.

 

Er trägt den Namen FriedWald Gartenreich Dessau-Wörlitz. Im Jahr 2008 gingen zudem der FriedWald Münsterland, der FriedWald Spessart in Rieneck, der FriedWald Vorderpfalz in Dudenhofen und der FriedWald Münsingen an den Start. Allein im Jahr 2007 konnten sechs neue FriedWälder in Deutschland an den Start ihrer Bestimmung übergeben werden.

 

Gräber in der freien Natur
Im FriedWald sind die Gräber schlicht und einfach, ein Namensschild am Baum macht auf die Grabstätte aufmerksam. Wer eine anonyme Bestattung möchte, kann auch auf dieses Schild verzichten. Angehörige haben dennoch die Möglichkeit, die Grabstätte jederzeit zu finden, die Bäume sind gekennzeichnet und in Registern bei der Kommune und bei FriedWald eingetragen. An den Hauptzugangswegen der FriedWälder stehen Waldtafeln, auf denen die Fläche eingezeichnet ist, die als Bestattungsplatz genutzt wird. Die Tafel weist auf die Besonderheit des Ortes hin.

 

Kooperation mit Forst und Kommune
Die Ausweisung von FriedWäldern basiert auf der Kooperation von Kommunen, Forstverwaltungen und dem Unternehmen FriedWald. Die genehmigten FriedWälder werden von den jeweiligen Kommunen getragen. Die Waldpflege übernehmen die zuständigen Forstverwaltungen.

 

Außerdem betreuen die verantwortlichen Förster, in Zusammenarbeit mit FriedWald die Interessenten vor Ort. Das Unternehmen übernimmt die terminliche und verwaltungstechnische Betreuung der Wälder und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt. Im Trauerfall unterstützt FriedWald die Angehörigen bei der Organisation der Beisetzung im FriedWald.

 

Einäscherung ist Voraussetzung
Menschen, die sich für eine Baumbestattung interessieren, müssen sich grundsätzlich für eine Einäscherung entscheiden. Ein Großteil der Interessenten sucht sich zu Lebzeiten den geeigneten Baum aus. Angehörige und Freunde werden über diesen Schritt informiert, im Idealfall wird eine Willenserklärung mit dem Beisetzungswunsch formuliert und handschriftlich hinterlegt.

 

Beisetzung nach eigenem Wunsch
Welche Rituale die Beisetzung in einem FriedWald begleiten, bleibt den Wünschen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen weitgehend überlassen. Christ-liche Beisetzungen sind im FriedWald ebenso üblich wie Bestattungen ohne geistlichen Beistand.

 

Gemeinschaftsbaum oder Familienbaum?
Bei der Baumauswahl besteht die Möglichkeit, sich für einen Gemeinschaftsbaum, einen Familien- oder Freundschaftsbaum oder einen Einzelbaum zu entscheiden. Insgesamt können an einem Baum maximal zehn Urnen bestattet werden.

 

Die Preise für Familien- und Freundschaftsbäume beginnen bei 3.350 Euro. Der Platz an einem Gemeinschaftsbaum kostet 770 Euro. FriedWald-Bäume werden mit forstlichem Sachverstand ausgewählt. Sie werden zum natürlichen Grabmal und dienen Angehörigen als Ort des Gedenkens und Erinnerns.

 

Ein einheitliches Naturbestattungskonzept
Die Marke FriedWald® ist europaweit geschützt. Ziel der Markenbildung ist es, in schönen Waldregionen Europas ein einheitliches, ökologisch anerkanntes Naturbestattungskonzept aufzubauen, durch das die gleichen Qualitätsstan-dards in allen FriedWäldern gewährleistet werden.

 

FriedWald in Deutschland
Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet.

 

Seitdem hat es mehr als 12.000 Beisetzungen in FriedWäldern gegeben (Stand: Mai 2009). Inzwischen gib es bundesweit 26 FriedWälder: Sie liegen im Reinhardswald bei Kassel, im Odenwald bei Michelstadt, in Bramsche am Naturpark Teutoburger Wald, im Rothaargebirge bei Bad Laasphe, im Hasbruch bei Hude, in Kalletal an der Porta Westfalica, im Urwald bei Saarbrücken, im Elm bei Königslutter, in Schwaigern bei Heilbronn, in der Lüneburger Heide bei Bispingen, in Bad Münstereifel, in Weilrod im Taunus, in Lauterbach im Vogelsberg, in Buxtehude bei Hamburg, auf dem Schwanberg bei Kitzingen, in Heiligenberg am Bodensee, im Südharz bei Bad Sachsa, in Gelnhausen, in Uetze bei Hannover, im Münsterland bei Warendorf, in Dudenhofen und Münsingen.

 

Im Jahr 2006 wurden mit dem FriedWald Fürstenwalde in Brandenburg und dem FriedWald im Park Pansevitz auf Rügen die ersten FriedWälder in Ostdeutschland eröffnet. Im Park Pansevitz wurde das FriedWald-Konzept zudem erstmals in einen historischen Park integriert und dient der Erhaltung des Naturdenkmals.

 

Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten. Geschäftsführerin ist die Juristin Petra Bach.