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Fliegergedenkstätte der Gemeinde Ludwigsau

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Ein Denkmal der Versöhnung und Völkerverständigung
von Walter Hassenpflug, Ludwigsau Ortsteil Friedlos

I. Das Desaster der 445. Bombergruppe der 8. USAAF
Ab Mitte 1944 nahmen die Massenangriffe alliierter Großbomber gegen Ziele in Deutschland Ausmaße an, die alle Vorstellungen überstiegen.

Am Mittwoch, dem 27. September 1944, stand für die 8. amerikanische Luftflotte wieder ein solcher Einsatz auf dem Programm. Einer der drei eingesetzten Großverbände hatte die Henschelwerke in Kassel anzugreifen. Dieser Verband bestand aus 283 B-24 "Liberator"-Bombern der 2. Bomberdivision. Zum Schutz der Armada waren 198 Begleitjäger vom Typ P-51 "Mustang" eingesetzt.

Bei geschlossener Wolkendecke kam die in dem Verband fliegende 445. Bombergruppe während des Zielanfluges auf Kassel vom Kurs ab und steuerte den Bahnhof Göttingen als Ausweichziel an. Die Bombenlast der 35 "Liberators" verfehlte aber die Bahnanlagen und ging vor der Stadt auf freies Feld nieder. Durch die Kursabweichung war die Bombergruppe jetzt ohne Jagdschutz. Bei ihrem Rückflug, der in südsüdwestlicher Richtung vorgegeben war, wurden die Bomber gegen 11:00 Uhr, wenige Kilometer nordwestlich von Eisenach, überraschend von Einheiten der deutschen Jagdgeschwader 3 (Udet), 4 und 300 angegriffen. Dem deutschen Gefechtsverband gehörten auch die Sturmgruppen dieser Geschwader an, deren Fw 190 Jäger speziell für die Bomberbekämpfung ausgerüstet und bewaffnet waren.

Der dramatische Luftkampf, der sich bis über unsere Gegend erstreckte, wurde für die Amerikaner zu einem Debakel. Von den 35 "Liberators" gingen 30 verloren. Außerdem ging noch eine "Mustang" zu Boden. Der ganze Bomberpulk wäre vom Himmel gefegt worden, wenn ihm nicht in letzter Minute herbei gefunkte US-Begleitjäger zu Hilfe gekommen wären. 118 Amerikaner starben, darunter waren 11 Flieger, die nach ihrer Fallschirmlandung ermordet wurden. 121 überlebten in deutscher Kriegsgefangenschaft. Es waren die höchsten Verluste, die eine US-Bombergruppe bei einem Einsatz je erlitt.

Auf deutscher Seite gingen 29 Jagdflugzeuge verloren. 18 Piloten fanden den Tod. Sieben weitere unbekannte Tote forderte der Absturz einer deutschen Maschine auf ein Lazarett.

Die Mordfälle wurden nach dem Krieg vor der amerikanischen Militärkommission in Dachau verhandelt. Gegen sechs Täter wurden Todesurteile ausgesprochen und in Landsberg vollstreckt. Zwei verübten Selbstmord.

Das Führungsflugzeug der Bombergruppe mit dem Gruppenkommandeur und dem Geschwaderkommodore an Bord stürzte 2 km östlich von Friedlos in den Wald ab. Von den 13 Mann der Besatzung kamen fünf ums Leben. Ihre sterblichen Überreste wurden auf dem Friedloser Friedhof bestattet.

Im Rahmen meiner Nachforschungen über die Luftkriegsereignisse in unserem Kreis habe ich das damalige Geschehen anhand aller mir zugänglichen Quellen, auch aus amerikanischen Archiven, umfassend recherchiert und dokumentiert.

II. Meine Zeitzeugen-Erlebnisse
Der 27. September fiel in die Zeit der damaligen Herbstferien. Ich hielt mich an jenem Vormittag mit einigen Freunden in der Friedloser Straße in Hersfeld im Freien auf. Interessiert wie immer, verfolgten wir akustisch das Motorengedröhne überfliegender Flugzeuge. Sehen konnten wir nichts. Der Himmel war vollkommen bedeckt. Plötzlich waren Bordwaffenfeuer und Explosionen zu hören. Nur wenige Sekunden danach fielen Teile eines auseinander gebrochenen Flugzeuges aus den Wolken in den Seulingswald bei Friedlos. Aufgrund des deutlich zu erkennenden Doppelseitenleitwerkes war uns sogleich klar, dass es sich um einen "Liberator"-Bomber handelte. Gleichzeitig waren fünf am Fallschirm schwebende Flieger zu sehen. Damals konnten wir jedoch nicht wissen, dass diese Flieger zu einem anderen Bomber gehörten, der bei Grebenau abstürzte.

Wir eilten sofort in Richtung Absturzstelle, die durch aufsteigenden Rauch leicht zu finden war. Dort angekommen, fanden wir die Flugzeugtrümmer über Hunderte von Metern im Wald verstreut. Deutsches Militär war schon vor Ort. Bei der "Dicken Eiche" war das brennende Vorderteil des Rumpfes aufgeschlagen. Aus ihm wurden vom Militär vier verkohlte Leichen geborgen. Ein weiterer Toter lag in der Nähe.

Am anderen Tag, um die Mittagszeit, ging ein Bombenteppich auf den Südhang des Giegenberges und den Zellersgrund nieder. Gleichzeitig waren Tausende von Flugblättern auf die Solzwiesen geflattert. Auch gefälschte Lebensmittelkarten waren darunter. Ein eiligst zusammengestelltes Aufgebot der Hersfelder Hitlerjugend, zu dem auch ich gehörte, musste die Abwürfe einsammeln.

Während der Sammelaktion entdeckten wir einen amerikanischen Flieger, der sich in einem Gebüsch an der Solz versteckt hatte. Interessiert und neugierig musterten wir ihn von Kopf bis Fuß. Immerhin war er der erste Amerikaner, den wir zu Gesicht bekamen. Der Mann war ziemlich groß und hatte volles dunkles Haar. Er war ohne Kopfbedeckung und trug einen grünlichen Overall, der beheizbar war sowie halbhohe gefütterte bräunliche Stiefel. Er konnte nur beschwerlich gehen, da er sich beim Fallschirmabsprung den rechten Knöchel verstaucht hatte. Wir brachten ihn in die Friedloser Straße zu einer Polizeistation. Nach der ersten Vernehmung dort erfuhren wir, dass es sich um einen Oberleutnant aus San Francisco handelte. Er gehörte zu dem Bomber, der bei Grebenau abgestürzt war.

Damals konnte ich nicht ahnen, dass ich diesem Mann eines Tages wieder begegnen würde.

III. Wiedersehen nach 42 Jahren
Im Rahmen meiner Anfragen nach Quellenmaterial über jene Ereignisse bei amerikanischen Archiven beschäftigte mich natürlich auch die Frage nach dem Schicksal dieses Fliegers. Wie war es ihm ergangen? Hatte er den Krieg überlebt?

1985 startete ich mehrere Anfragen an verschiedene Stellen in den USA. Nach einigen Monaten gelangte ich schließlich an die Adresse eines Frank J. Bertram aus Kalifornien. Im Briefwechsel mit ihm stellte sich schließlich heraus, dass er der Gesuchte war.

Im August 1986 kam er mit Familienanhang zu einem ersten Besuch hierher. Bürgermeister Wilfried Blum lud die Gäste zu einem Empfang ins Rathaus. Auf Wunsch Bertrams hatte ich auch eine Begegnung mit dem ehemaligen deutschen Piloten Ernst Schröder aus Bonn vermittelt. Dieser hatte bei dem seinerzeitigen Luftkampf zwei "Liberators" abgeschossen.

Im Mai 1987 folgte ein weiterer Besuch. Dieses Mal war auch Bertrams Pilot und Kamerad Reginald R. Miner dabei. In Grebenau fand ein Treffen mit dortigen Zeitzeugen statt, das Bürgermeister Rosenkranz arrangiert hatte. Grebenau war der Absturzort der Maschine beider Flieger.

Bertram hatte nach seiner Rückkehr in die USA in einem Zeitungsartikel über seine Reiseeindrücke berichtet. Dieser Bericht löste ein großes Echo aus. Inzwischen war ich mit vielen anderen Überlebenden des damaligen Luftkampfes in Kontakt gekommen. Neben zahlreichen Amerikanern waren es auch einige deutsche Piloten. Die meisten der deutschen Luftkampfteilnehmer waren allerdings in der Zeit bis zum Kriegsende gefallen.

IV. William R. Deweys Gedanken und Anregungen
Mitte November 1988 erhielt ich den Brief eines William R. Dewey aus Michigan. Er hatte meine Anschrift von Frank Bertram erhalten. Dewey war Pilot einer der fünf "Liberators", die das Desaster überstanden hatten. Es gelang ihm, seine beschädigte Maschine mit drei Verwundeten an Bord nach England zurückzubringen.

In seiner Korrespondenz mit mir regte er ein Freundschaftstreffen der ehemaligen Gegner an. Des weiteren entwickelte er den Gedanken, an geeigneter Stelle eine gemeinsame Gedenktafel für die Opfer der Luftschlacht aufzustellen. Als Standort hierfür kam nach meiner Auffassung nur die Absturzstelle der amerikanischen Führungsmaschine bei der "Dicken Eiche" in Betracht.

Ich führte deswegen zunächst ein Gespräch mit Bürgermeister Wilfried Blum. Er war sofort bereit, ein solches Projekt zu unterstützen. Weitere Gespräche wurden zusammen mit dem damaligen Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Hans-Otto Weber und dem Forstamtsleiter Hans Klingelhöfer geführt. Nach allseitigem Einvernehmen konnte ich schließlich William R. Dewey mitteilen, dass seine Anregungen großen Anklang gefunden hatten und das Vorhaben unter der Regie der Gemeinde Ludwigsau in Angriff genommen werden könne. Inzwischen war in den USA die "Kassel Mission Memorial Association, Inc." gegründet worden, die sich der Sache annahm.

V. Das Projekt wird verwirklicht
Erste Aufgabe war die Abstimmung der Planung mit unseren Freunden in den USA, um die voraussichtlichen Kosten und ihre Finanzierung ermitteln zu können. Dabei hatten wir uns von vornherein einige konzeptionelle Vorgaben gesetzt. So sollte die Anlage schlicht gestaltet sein und sich harmonisch in die umgebende Waldlandschaft einfügen. Die den Inschriften zu entnehmenden Aussagen sollten Betrachtern vermitteln, dass das Denkmal ein Symbol der Versöhnung und der Völkerverständigung darstellt und nicht als eine Glorifizierung eines Kriegsgeschehens zu verstehen ist.

Nachdem wir das Planungskonzept einvernehmlich abgestimmt hatten, und die Finanzierung durch in Aussicht gestellte Zuschüsse und Spenden gesichert war, wurden die erforderlichen Bau- und Lieferaufträge durch die Gemeinde vergeben. Zwischen der Gemeinde Ludwigsau und dem Land Hessen, vertreten durch das Forstamt Bad Hersfeld, wurde ein Gestattungsvertrag über die Anlage und ihre Unterhaltung abgeschlossen.

Die Kosten der Anlage konnten durch Zuwendungen des Bundeskanzleramtes, der Hessischen Landesregierung und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie durch Spenden von privater Seite aus den USA und der Bundesrepublik finanziert werden. Unterstützung in jeder Hinsicht erhielten wir auch von der Gemeinschaft der Jagdflieger e.V., insbesondere vom Jägerkreis West.

VI. Beschreibung der Anlage
Die Gedenkstätte befindet sich im Seulingswald, 2 km östlich des Ortsteiles Friedlos der Gemeinde Ludwigsau. Der Waldbereich gehört zur Abteilung 145 B des Hessischen Forstamtes Bad Hersfeld.

Die Grundfläche der Anlage umfasst rd. 410 qm. Sie liegt an der Kreuzung von zwei Forstwirtschaftswegen, die zum Wanderwegenetz zählen und in den Wanderkarten als "x 17 Fuldahöhenweg" und "+ 32 Nadelöhrweg" markiert sind. In den topografischen Karten des Hessischen Landesvermessungsamtes ist die Gedenkstätte als "Fliegerdenkmal" gekennzeichnet.

Am östlichen Rand der Fläche steht in der Mitte ein 200 cm hoher und 190 cm breiter Findling aus nordischem Granit. Der Stein hat ein Gewicht von 124 Zentnern. An ihm ist eine 98 x 70 cm große Bronzetafel montiert. Diese "Aussagetafel" enthält eine kurze Beschreibung des historischen Geschehens mit Angabe der am Luftkampf beteiligten Verbände sowie Worte des Gedenkens, der Versöhnung und Völkerverständigung.

Zu beiden Seiten des Findlings steht je ein Stein aus indischem Granit. Beide Steine sind einschließlich Fundament 180 cm hoch und 86 cm breit. Jeder Stein wiegt 10 Zentner. An ihnen sind 84 x 60 cm große Bronzetafeln angebracht. Auf diesen Tafeln sind die Toten beider Nationen namentlich mit Dienstgrad aufgeführt, gegliedert nach ihren jeweiligen Einheiten. Bei den Deutschen sind zusätzlich noch die Geburtsdaten angegeben. Die der Amerikaner konnten leider nicht vollständig ermittelt werden, so dass auf sie verzichtetwerden musste.

An der rechtsseitigen Zuwegung befindet sich ein weiterer 12 Zentner schwerer Granitfindling. Er trägt eine 40 x 30 cm große Bronzetafel, deren Inschrift Informationen über die Einweihung, die Trägerschaft und den Namen des Historikers enthält.

VII. Einweihungsfeier am 1. August 1990
Am 1. August 1990 wurde die Gedenkstätte im Rahmen einer 1 ½-stündigen Feier unter der Schirmherrschaft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingeweiht und in die Obhut der Gemeinde Ludwigsau übernommen.

Aus den USA waren 78 Personen angereist, darunter 23 ehemalige Flieger, die an dem Luftkampf beteiligt waren. Auch viele Angehörige, Söhne und Töchter gefallener Flieger, gehörten der Reisegruppe an. Auf deutscher Seite waren vier überlebende Piloten von damals und eine Reihe von  Angehörigen Gefallener gekommen. Der Jägerkreis West der Gemeinschaft der Jagdflieger war mit einer großen Abordnung unter Führung von Herbert Thomas vertreten.

Die Feier fand in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Bundeswehr, der US-Streitkräfte in Europa und unter großer Anteilnahme von örtlichen Vereinen und der Bevölkerung statt. Sie wurde musikalisch umrahmt vom Luftwaffenmusikkorps 3 Münster und dem Männerchor des Männergesangvereins Liederkranz Friedlos unter seinem Dirigenten Karl-Heinz Hassenpflug. Dicht gedrängt verfolgten Hunderte von Zuschauern die eindrucksvolle und ergreifende Feier. Auch Reporter verschiedener Presseorgane und eines US-Fernsehsenders waren anwesend.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Wilfried Blum sprach Staatssekretär Reinhold Stanitzek für die Hessische Landesregierung. Eine Gedenkrede hielt Volksbundpräsident Hans-Otto Weber. Als Sprecher der ehemals feindlichen Flieger traten William R. Dewey und Herbert Thomas ans Rednerpult. Chaplan Michael D. Mantooth und Pfarrer Rudolf Jacobi sprachen Gebete.

Die Enthüllung der Gedenktafeln wurde von je vier ehemaligen Fliegern beider Seiten vorgenommen. Vor den Namen ihrer toten Kameraden, die auf den Bronzetafeln aufgeführt sind, reichten sie sich in einem eindrucksvollen Akt spontan die Hände zur Versöhnung.

VIII. Gedenkfeier am 27. September 1994
Auf Wunsch beider Seiten wurde am 27. September 1994 aus Anlass des 50. Jahrestages jenes schicksalhaften Luftkriegsereignisses eine Gedenkfeier von der Gemeinde Ludwigsau veranstaltet.

Einige Monate zuvor hatte in unserer Gemeinde ein Bürgermeisterwechsel stattgefunden. Für den nach 26-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Wilfried Blum wurde der 38-jährige Thomas Baumann zum Bürgermeister gewählt.

Das Programm dieser Feier war in ähnlichem Rahmen gestaltet wie das bei der Einweihungsfeier. Bürgermeister Baumann konnte in seiner Begrüßungsansprache als Hauptredner den damaligen Kanzleramtsminister Friedrich Bohl und als Vertreter der Hessischen Landesregierung den Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Hans-Joachim Suchan, willkommen heißen, ebenso den US-Generalkonsul Pat Wardlaw, Parlamentsabgeordnete, Militärs und andere Persönlichkeiten. Die Totenehrung für den Volksbund sprach Oberst Jürgen Damm. Für die nunmehr befreundeten Flieger beider Seiten richteten Reginald R. Miner und wiederum Herbert Thomas Gedenkansprachen an die Zuschauer. Gebete sprachen Chaptain Lawrence W. Kloster und Pfarrer Rudolf Piller. Erneut wurde die Feier durch Lieder des MGV Friedlos unter dem Dirigenten Hans Kreutzer bereichert. Zudem wurde die Feier musikalisch umrahmt durch das Heeresmusikkorps 2 Kassel.

Auch diesmal hatten sich Vereinsabordnungen und Hunderte Zuschauer an der Gedenkstätte eingefunden. Wiederum waren Beteiligte und Angehörige beider Seiten aus den USA und der Bundesrepublik, auch aus der ehemaligen DDR, gekommen.

Auch diese Veranstaltung war von der Hessischen Landesregierung finanziell gefördert worden.

IX. Nachwort
Die Anlage, die seinerzeit als einzige deutsch-amerikanische Gedenkstätte in der Welt galt, hat sich ganz im Sinne seiner Initiatoren als ein Mahnmal der Versöhnung und Völkerverständigung erwiesen. Die Versöhnung hat durch die zahlreich geschlossenen Freundschaften und die vielen Begegnungen Wurzeln geschlagen.

Die Gedenkstätte ist zugleich aber auch ein heimat- und zeitgeschichtliches Monument. Sie vermittelt jüngeren Generationen, die sich weder in die Trümmerlandschaften der Städte noch in die grässlichen Bombennächte zurückversetzen können, die Vorstellung von  einem Luftkrieg, durch den erstmals auch die Heimat und die Zivilbevölkerung unvorstellbar schwer betroffen wurde. Solches Schicksal, das ein Großteil unseres Volkes erlitt, soll so nachfolgenden Generationen bewusst gemacht werden.

Versöhnung zwischen den Völkern ist aber der einzige Weg in eine friedliche Zukunft. Es gibt keine Alternative. Das ist die Botschaft, die nachhaltig von diesem Denkmal ausgeht.

In diesem Zusammenhang möchte ich hier Altkanzler Helmut Schmidt zitieren, der in seiner Ansprache vom 23. Juli 1993 anlässlich des 50. Jahrestages der furchtbaren Bombardierung Hamburgs folgendes ausgeführt hat:


"Gegenseitige Aufrechnung führt in die Irre.
Auf jeder Seite trauern Witwen um ihre Männer,
Kinder um ihre Eltern und Mütter um ihre Söhne.
Nicht Aufrechnung, sondern Versöhnung ist notwendig!"

 

Fürwahr eine bedeutsame Aussage.

 

The German-American Airmen´s Memorial